Hallo willy
vielen Dank und freut mich, wenn ich Dir Anregungen für weitere Versuche/Gedanken geben konnte! ;)
@ alle: Wenn übrigens jemand auch noch interessante Erfahrungen zu dem Thema hat und Zeit und Leut was zu schreiben, würde ich mit Interesse mitlesen....B)
Beiträge von Miraculus
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Hallo zusammen, für Interessierte möchte ich auf meinen neuen Artikel zu hypnotischen Halluzinationen verweisen. Er sit recht stark praxisorientiert und beasiert inebesondere auch auf meiner eigenen Erfahrung. benutzte Fremdwörter kommen nicht zu oft vor und werden stetes erklärt. https://hypnoseinfos.wordpress.com/2011/05/03/hypnotische-halluzinationen/
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[quote='Black-Lady','http://www.hypnoseausbildungscenter.de/index.php?thread/&postID=2777#post2777']Danke Miracules Das ist eine super Idee. Wenn wir am 29. Mai in Nördlingen sind werde ich es in Angriff nehmen. ;)[/quote] Und wenn dann noch die Aufnehmetechnik für so ein Kurzinterview stimmt, wäre es ne runde Sache. B)
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Was ich mal richtig geil fände: Wenn jemand vor der kamera bereit wäre zu erzeählen, was und wie er getwas genau erlebt hat. Das gibt es nämlich praktisdch noch gar nicht, wäre also Neuland. :)
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achtrag: Ebenfalls fragwürdig ist das, was die wikipedia zur "mittleren Trance" schreibt: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypnotische_Trance#Stadien_der_Trance [quote]...der Körper wird partiell empfindungslos...[/quote] Empfindungslosigkeit kann, muß aber keineswegs auftreten und tritt nach eminer Erfahrung auch meistens nicht auf, wenn sie nicht suggeriert wurde. [quote]das Wachbewusstsein ist kaum noch aktiv.[/quote] Dann dürfte es wohl herzlich wenige geben, die auch nur diese mittlere Trance erreichen, denn normalerweise IST das Wachbewußtsein aktiv, auch wenn in einigen Fällen innere Ruhe und STille herrschen KANN, die aber wie gesagt überhaupt nichts mit Bewußtlosigkeit zu tun haben. [quote]Es werden alle Suggestionen angenommen, die nicht der Persönlichkeit des Probanden zuwiderlaufen,[/quote] Das würde wenn schon ja eher als Merkmal "tiefer" Trance gelten, aber selbst da tun Probanden nicht immer alles und KÖNNEn auch nicht immer jedes Phänomen erleben. [quote]auch totale Schmerzlosigkeit ist möglich.[/quote] Schön wärs. Antwort wieder einmal: Kann sein, muß aber nicht sein. Ich halte solche Definitionen für sehr bedenklich, denn wer so etwas liest, dann eine Hypnose mitmacht, ein "gutes" Subjekt ist, entspannt ist, vielleicht eine veränderte Körperwahrnehmung erlebt, sich wohlfühlt, störende Geräusche ausblendet, gut auf Suggestionen reagiert und interessante Dinge erlebt, aber dabei bei halbwegs klarem Bewußtsein war, der muß denken, daß er schlecht auf Hypnose regaiert hat! Denn laut diesen kuriosen Definitionen hat er es ja nicht mal in eine mittlere Trance geschafft!!
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Hallo zusammen, durch ein anderes Thema bin ich auf folgenden Artikel gestoßen: blog.werner-eberwein.de/2011/04/was-ist-klassische-hypnose/ Ich möchte nur stellvertretend auf ihn hinweisen, weil er für mich ein typisches Beispiel einer Dartsellung ist, die nach meinem Dafürhalten zu Verwirrung und Mißverständnissen beitragen kann. Mir geht es dabei gar nicht um irgendwelche Details oder streitbare Thesen, sondern um Grundsätzliches. Unter "mittlerer Trance" heißt es etwa: "Die Präsenz des Hypnotiseurs als Person tritt allmählich in den Hintergrund und wird zeitweise nicht mehr bewusst wahrgenommen." Ein solches Phänomen ist doch selbst bei guten Subjekten nicht typisch und wenn schon deutlich eher bei der "tiefen Trance" zu verorten. Erst recht ist es nicht obligatorisch oder für eine "mittlere Trance" definierend. "Gleichzeitig übernehmen die Suggestionen stellvertretend die Kontrollfunktionen des Ich." Na, da haben die Suggestionen aber einiges zu tun! :) "In Tieftrance wird das Bewusstsein als 'leer', ohne Inhalt wahrgenommen, wie im traumlosen Tiefschlaf." Nun gibt es diese Erfahrung der Leere, aber hat mit Kategorien wie "Tiefschlaf" 8oder Koma) nichts, aber auch wirklich überhaupt nichts zu tun; vielmehr handelt es sich um ein BEWUSSTES Erleben, wie es auch in manchen Formen der Meditation angestrebt wird. Aber auch in "tiefer Trance" treten tritt ein Gefühl von völliger gedanklicher Leere nur bei einem Teil der Subjekte auf und hängt auch von der ARt der Hypnose mit ab. Die Aussage in dieser generellen Form ist m.E. irreleitend. "Der Hypnotisierte erinnert sich nachher an Teile der Trance oder an den gesamten Trance-Zeitraum nicht mehr, obwohl er währenddessen auf die Suggestionen des Therapeuten reagiert hat (möglicherweise sogar im Raum herumgegangen ist oder Fragen beantwortet hat – letzterer Zustand wird als 'Somnambulismus', d.h. als hypnotisches Schlafwandeln bezeichnet)." Auch die spontane posthypnotische Amnesie kann, muß aber keineswegs auftreten. Wie bereits anderswo gesagt erleben selbst die meisten "Hochsuggestiblen" in einem experimentellen Kontext keine spontane Amnesie, und sie eerleben sie nicht mehr als Personen mit geringerer Suggestibilität. (Bei Showhypnose und Therapie, oder wenn im Vorfeld entsprechende Erwartungen erzeugt wurden, sieht es etwas anders aus.) Daß Amnesie jedenfalls ein geradezu zwingendes und definierendes Merkmal "tiefer Trance" -was genau auch immer man darunter versteht - sein soll, erscheint mir als sehr fragliche Ausnhame. "Wenn der Patient in Tieftrance ruhig daliegt oder -sitzt, hinterher eine Amnesie für das Trancegeschehen hat und in Trance auf die Suggestionen des Hypnotiseurs reagiert hat, spricht man von 'hypnotischem Schlaf'" Wenn man das so benennen möchte.... Das Denkmodell hinter dieser Konzeption scheint mir klar zu sein, und es entspricht, wenn man "Trance" durch "Schlaf" ersetzt, den Vorstellungen des frühen Bernheim. Wenn jemand Amnesie hatte, so wurde geschlossen, daß er kein Bewußtsein in der entsprechenden Zeitperiode besessen hatte; daraus wurde gefolgert, daß diese Person dann tief geschlafen hat, und heute, daß sie in "tiefer Trance" war. Im Grunde wird Trance immer noch als Quasi-Schlaf betrachtet. Bernheim hat seine frühen Vorstellungen mit zunehmender alsbald korrigiert, so wie auch Braid, und wir wissen heute definitiv, daß Hypnose mit Schlaf nichts zu tun hat, und dennoch denken wir noch genau so wie der frühe Bernheim. Was in dem bewußten Artikel noch fehlt, wären die Aussagen, daß schwierige hypnotische Phänomene wie Halluzinationen eine "tiefe Trance" brauchen, daß die "Kritikfähigkeit" sich dort verabschiedet, und daß dieser Zustand mit absoluter Entspannung einhergeht. Oder, wie bestimmte Leute meinen: Daß das Bewußtsein selbst eingeschränkt ist (präkomatöser Zustand?). Nach meiner Überzeugung wird auf diese Weise ein völlig irreführendes Bild der Hypnose erzeugt. Denn der "Normalfall" ist doch, daß der Hypnotisierte, selbst wenn er die Hypnose intensiv erlebt und gut suggestibel ist, dem obigen Bild der "tiefen Tranc" keineswegs entspricht. Meistens ist der Hypnotisiert nicht in einem meditationsartigen Zustand der Leere und nicht "vollkommen entspannt", auch nicht "kritikunfähig", snoch unfähig zu spontanen Regungen, noch gar "bewußtlos" oder der Bewußtlosigkeit nahe. Wer sich an dem obigen Text orientiert, der müßte sogar zu dem Schluß kommen, daß er ein miserabler Hypnotiseur ist, weil die meisten seiner Klienten und Probanden ihn eben durchaus die ganze Zeit bewußt wahrnehmen - und nach der Definition dieses Textes dann noch nicht einmal mittel, sondern nur "leicht" hypnotisiert sind. Früher hatte ich gedacht, daß meine Probanden besonders sind: Ich konnte zwar bei vielen selbst schwierige hypnotische Phänoemene wie etwa visuelle Halluzinationen hervorrufen, aber diese Leute entsprachen dabei selbst im Fall formeller Hypnnose-Induktionen meist herzlich wenig dem, was in den meisten Büchern oder Internet-Artikeln als "tiefe Trance" beschrieben wird. Meine Leute waren bis zu einem gewissen Grade absorbiert und entspannt, manche mehr, manche weniger, ja, und sie hatten teilweise auch intensive Erlebnisse währnend der Hypnose....aber im Großen und Ganzen waren sie normale wache Personen. Ich dachte erst, das läge an mir: Ich vermutete, daß ich meine Hypnotisanden unbewußt eben in so eine Richtung beeinflußt habe, aufgrund meiner Einstellungen und Überzeugungen zur Hypnose. Als ich dann aber andere Hypnotiseure beobachtete und Erlebnisberichte von Personen hörte und las, die von andeen hypnotisiert worden waren, und indem insgesamt mein Wissen zunahm, wurde mir klar, daß ich keineswegs die große Ausnahme bin. Meine Probanden/Klienten verhalten sich absolut typisch und normal. Der Fehler liegt in den allergrößtenteils falschen Beschreibungen darüber, was angeblich (tiefe) Trance sein soll. Da die Menschen aber mehr dem glauben, was sie einmal gelernt haben als ihren eigenen Augen, bleiben sie auch bei dem fragwürdigen Bild der Hypnose. Mir ist dann auch zunehmend klar geworden, wie es zu manchen Diskussionen von Befürwortern und Kritikern "tiefer Trance" kam: Im Grunde waren die Probanden/Klienten beider Gruppen im Allgemeinen gleich "tief" hypnotisiert. Nun haben die einen aber Suggestibilitätsstests wie Halluzinationen und Amnesie durchgeführt und im Erfolgsfall geschlossen, daß ihre Klienten "in tiefer Trance" sein müssen. Die anderen higegen haben solche Tests nicht durchgeführt, sondern am Verhalten ihrer Probanden abgelesen, daß die offenbar in ziemlich normaler verfassung sind - und daraus abgeleitet, daß sie nicht "tief hypnotisiert" sein können. Ich lasse mich ggf. natürlich auch eines Besseren korrigieren: Gibt es hier jemanden, dessen Erfahrungen von meinen stark abweichen? Derzeit bin ich jedenfalls der Überzeugung, daß das, was nahezu überall über Hypnse und ihre Stadien zu lesen ist, schlicht und ergreifend ein Mißverständnis ist. LG Miraculus P.S.: Wenn das etwas provozierend sein sollte, nicht verübeln, aber ich will schließlich eine Diskussion in Gang bringen. :)
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Es ist klar, was ich keine, oder? Mit "Training" meine ich Maßnahmen zur Suggestibilitätserhöhung.
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Hallo zusammen, mich würde mal interessieren, wie ihr Probandentrainiert, deren Suggestibilität ihr trainieren möchtet. Mein Vorgehen ist gewöhnlich ziemlich direkt. Meine bisherige eigentlich durchgehende Erfahrung ist, daß diejenigen, die bereits gut suggestibel sind, auch gut trainierbar sind, während das bei den weniger suggestiblen schwerer ist. LG Miraculus
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Hi willy, lange Induktionen sind auch nicht mein Ding...sinnvoll nur, wenn man schon in der Induktion einen Teil der therapeutischen Arbeit unterbringen möchte. Aber wie ist es im Verglich von relativ schnellen und sehr schnellen Induktionen? Kürzlich hatte ich einen Probanden, der von Hypnose geradezu begeistert war und zu mir Vertrauen hatte. ich habe eine sehr einfach verbale Induktion gewählt, die wohl kaum drei Minunten ging. Allerdings war das wie gesagt ein einfacher Fall. Ich bin mir noch nicht im Klaren darüber, wie die Unterschiede zu"schwierigen" Probanden sind, denke aber, daß Du recht hast und manche Blitziduktionen mit Aha-Effekt dort besonders geeignet sind. Was auch noch interessant wäre: Welche blitzinduktionen sind bei euch wie beliebt? Mein problem ist ja immer, daß ich nur immer mal wieder mit neuen Vps arbeiten kann, da ich nicht beruflich mit Hypnose arbeite. Und wenn jemand erst mal hypnoseerfahren ist, wirken die Induktionen naturgemäß meist auch schneller und ein echter Vergleich ist schwer möglich... Edit: Habe noch nen Thread zu einem irgendwo verwanten Thema eröffnet: http://www.hypnoseausbildungscenter.de/forum/14-fragen-und-diskussionen-rund-um-hypnose-fuer-fortgeschrittene/2754-training-der-probanden
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Hallo zusammen, was ist eigentlich eure Meinung zur Wertigkeit von Blitzhypnosen? Haltet ihr sie längeren Verfahren (inkl. Schnellinduktionen wie Elman) für überlegen, generell? Oder denkt ihr eher, daß sie nur bei manchen Klienten vorteilhaft sind? Ich denke, wenn jemand gut auf Hypnose reagiert, ist die Einleitung relativ sekundär, aber dort, wo dies nicht der Fall ist, wird sie eher relevant.
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Hallo zusammen, nachdem ich schon vor einiger Zeit mal einen Artikel angefangen habe, hatte ich nun die Lust und Laune, ihn zu Ende zu bringen. Es geht bei ihm um jene Einflüsse auf den Hypnotisierten, die nicht aus der Hypnose oderihrer Tiefe stammen, die aber trotzdem das Verhalten sehr wesentlich beeinflussen können. Über Meinungen (die gerne auch kritisch sein dürfen) und Diskussionen würde ich mich freuen! http://hypnoseinfos.wordpress.com/2010/10/12/hypnotische-rolle-setting-und-demand-characteristics/ LG Miraculus
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Hier ein ganz interessantes Interview: http://www.youtube.com/watch?v=IJW0Pu0UmGw
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Hallo zusammen, vor einiger Zeit hatte ich schon einen ähnlichen Thread gestartet und gebeten, daß ihr subjektiver Erfahrungen bei der Hypnose (wenn ihr selbst hypnotisiert werdet) aufschreibt. Das Thema war wohl etwas arg allgemein gehalten, weswegen es nicht so viel Feddback gar (allerdings gab es schon einige interessante Antwortenn - danke dafür). Deshalb möchte ich hier das Thema eingrenzen und euch bitten, wen ihr Zeit und Lust habt, über eure Erfqahrungen typischer suggerierter Phänomene zu sprechen. Mit hypnotischen Phänomenen meine ich alle Arten von Suggestivphänomenen wie automatische Bewegungen, Katalepsie, positive und negative Halluzinationen, Regressionen, Amnesie, posthypnotische Suggestionen usw. Wenn bei euch solche Phänomene suggeriert 8oder auch spontan) aufgetreten sind, könnt ihr etwas dazu erzählen? Wie habt ihr es erlebt? Wie war es für euch? Was habt ihr dabei gedacht und empfunden? LG Miraculus
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Hallo zusammen, herzlichen Dank für die die (wenn auch sicherlich übertriebenen) netten Worte! Ich bin eurer Meinung. @ Garry: [quote] Auf der einen Seite wird gelehrt wie flexibel ein Hypnotiseur doch sein muss, während auf der anderen Seite diese Flexibilität beschnitten wird. Das ist unlogisch - wird aber so gemacht![/quote] Das ist in der Tat unlogisch - dem kann man nicht widersprechen. [quote]Liebe Hypnotiseure, verlasst doch mal euren eigenen Bezugsrahmen und öffnet euch...geht über diesen Rahmen hinaus.[/quote] Dem will ich ein Zitat von Erickson (aus "Meine Stimme...." an die Seite stellen: "Und ich wünschte, die Rogerianischen Therapeuten, die Gestalttherapeuten. die Transaktionsanalytiker, die Gruppenanalytiker und all die anderen Abkömmlinge der verschiedenen Schulen würden endlich mal begreifen, daß nicht einer von ihnen wirklich die Tatsache anerkennt, daß eine Psychotherapie für die Person A nicht auch eine Psychotherapie für die Person B ist." Das läßt sich natürlich auch auf Hypnotiseure und hypnotische Methoden übertragen. [quote] Sehr gut und ich bin mir sicher, das ist in allen Varianten/Techniken vereinbar.[/quote] Gewiß, wobei ich bei meiner überschrift keineswegs nur an bestimmte Methoden denke, sondern das universal meine - siehe unten. ;) @ Hypnofan: [quote] Dem widerspricht (scheinbar!) das Vorgehen von Bandler und Grinder, aber auch von Rossi, Zaig u.a. die gewissermaßen analytisch in die feinsten Sprachfeinheiten der Erickson'schen Arbeitsweisen eindringen wollten und dies auch getan haben.[/quote] Auch diese Arbeit ist sinnvoll und wertvoll, denn sie liefert nützliche Werkzeuge. Wichtig ist nur, daß man nicht bestimmte Werkzeuge für die "einzig wahren" hält und sich so sehr auf technische Fragen fixiert, daß man dabei etwas die menschliche Seite vergißt. [quote] Weiterhin wäre es auch verfehlt, etwa die Vorgehensweise von Dave Elman (dem Erfinder einer sehr direkten, berühmt gewordenen Hypnoseeinleitung) und Erickson direkt wertend gegenüberzustellen. Beide haben ihre Berechtigung.[/quote] Das sehe ich genau so. Zudem ist Elmans Ansatz sehr kooperativ. Er ist im Grunde sehr stark klientenorientiert. Und er liegt auch in gewisser Weise auf einer anderen Ebene als "autoritäre" oder "permissive" Vorgehensweisen, ist aber mit beiden Ansätzen sehr gut vereinbar. Tad James hat das m.E. in seinem "Kompaktkurs Hypnose" sehr gut erkannt. Wenn Miraculus unter "Erickson`scher Revolution" eine vorurteilslose, undogmatische persönliche [b]Arbeitsweise[/b] meint, kann man ihm darin nur zustimmen! Ganz genau so ist es gemeint! Ich habe die Überschrift absichtlich etwas "provozierend" bzw. "irreleitend" gestaltet. Ich denke nämlich nicht an das falsche Bild eines Ericksons, der jede klassische Hypnose mied, sondern an den wahren Erickson, der klassisch und nicht-klassisch, direkt und indirekt, permissiv ind autoritär war, der langesame Induktionen ebenso wie Blitzhypnose anwandte - kurzum: der sehr viele Techniken beherrschte, ausgesprochen flexibel war und ohne Scheuklappen das machte, was er jeweils für richtig hielt, und für den bei aller Technik die psychologische Dynamik an erster Stelle stand. LG Miraculus
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Ergänzend zu meinem letzten Beitrag möchte ich noch bemerken, daß die Erfahrungen, die Cardeña beschreibt, von Probanden stammen, die sowohl hinsichtlich ihrer Suggestibilität wie ihrer erlebten Tiefe sehr hohe Werte auf Meß-Skalen erreicht haben. Die Sitzungen, in denen dann speziell das Erleben von "Tiefe" erforscht wurde, waren Leerhypnose-Sitzungen, die speziell für eine tiefe Trance angelegt waren. Die sehr positiven Auswirkungen dieser Sitzungen für diee Teilnehmer - bis hin zu besserer Erinnerung an Träume, bessereb Zugang zu sich selbst und Verminderung von Alpträumen etc. - waren also vielleicht auch deshalb so ausgeprägt, weil die Probanden besonders tiefe, beeindruckende Traneerfahrungen machten. (Aber wie gesagt kannn auch eine leichte Trance entspannend und hilfreich sein!) Ein weiteres Phänomen "tiefer Trance", das noch erwähnt sein soll, wäre einfach das Gefühl sein, (tief) hypnotisiert zu sein, ein Gefühl, das sich dann schwer näher beschreiben läßt. Ich möchte jetzt noch auf etwas anderes zu sprechen kommen, nämlich auf verbreitete eher "negative" Auffassungen davon, was "tiefe Trance" sei. Es handelt sich im Folgenden natürlich nur um meine subjektive Meinung. Ich bin mir bewußt, daß meine Position sicherlich kontrovers sein ist und nicht alle sie teilen werden, aber das ist ja auch absolut normal und okay, wenn es verschiedene Meinungen gibt. Früher wurde aufgrund der sog. sponatnen (d.i. unsuggerierte) posthypnotische Amnesie oft angenommen, daß (tiefe) Hypnose Schlaf sei. Es wurde daher angenommen, daß der Hypnotisierte während der Hypnose geschlafen hatte. Heutzutage ist zwar allgemein bekannt, daß Hypnose kein Schlaf ist. Die Meinung jedoch, daß Amnesie ein Zeichen von Bewußtlosigkeit sei, ist nach wie vor häufig zu finden. Beispielsweise meinte ein Hypnotiseur vor einiger Zeit, daß es nicht möglich sei, mit Selbsthypnose eine tiefe Trance zu erreichen UND sich dann zugleich noch irgendwelche Suggestionen zu geben, und sei es auch nur in Form reiner Gedanken und Bilder. Entscheidend ist die Begründung: Wie solle man sich denn etwas vorstellen, wenn man kein oder fast kein Bewußtsein mehr besitze? Offenbar wird tiefe Trance hier tatsächlich als eine Art Koma oder nahezu komatöser Zustand mißverstanden. Ganz in diesem Sinne wurde und wird "tiefe Trance" also oft mit dem Fehlen von Bewußtsein gleichgesezt, des Weiteren mit Unfähigkit zu jeder spontanen Handlung, Verlust der intellektuellen Fähigkeiten und Verschwinden nahezu aller willensmäßigen Kräfte. Nach meiner Überzeugung stimmt das alles nicht. Schon früh wurde erkannt, daß sich der Proband auch bei einer spontanen posthypnotischen Amnesie alsdann in der nachfolgenden Sitzung an die Inhalte erinnern kann, und daß eine Amnesie auch praktisch stets durch Suggestion aufgehoben oder von vornherein verhindert werden konnte. Zudem kann eine Amnesie auch für eine Hypnose auftreten, bei der der Proband intelligent und überlegt gehandelt hat. All dies spricht sehr stark dagegen, daß spontae Amnesie ein Zeichen von vorausegehender Bewußtlosigkeit wäre. Auf dieser Linie liegt auch, daß bei der experimentellen Hypnose nur sehr wenige Probanden eine spontane Amnesie erleben, nach einer Untersuchung von Hilgard etwa 6-7%. Dies gilt AUCH für hochsuggestible Teilnehmer, also für solche, die viele und auch schwierige Suggestionen (z.B. Halluzinations-Items) realisieren. Ebenfalls bemerkenswert: Die besonders suggestiblen Versuchsteilnehmer hatten nicht öfter eine Amnesie als die weniger sugggestiblen. Ich möchte es hier nicht weiter vertiefen, aber es gibt starke Hinweise dafür, daß die spontane posthypnotische Amnesie (jedenfalls großteils) Ergebnis von Erwartungen seitens des Hypnotisanden ist - oder anderer nicht-hypnotischer Prozesse, insbesondere in Therapie und Showhypnose. Es gibt m.E. somit keinen Grund, tiefe Trance als eingeschränktes oder gar völlig fehlendes Bewußtsein aufzufassen. Das Bewußtsein mag in tiefer Trance als verändert erlebt werden, auch als sehr ruhig - wie das auch in der Meditation der Fall sein kann -, es ist aber nicht etwa "abgeschaltet". Vielmehr kann eine neue Art von Klarheit auftreten, verbunden mit tiefen persönlichen Erfahrungen. Auch beschreiben tief Hypnotisierte ihre Erfahrungen typischerweise so, daß sie Einfluß auf die Prozesse ihres Erlebens haben. Sie sind also nicht "aspontan", auch wenn viele Erfahrungen eher spontan aus dem Unterbewußtsein kommen (was ja übrigens auch nicht dasselbe wie Passivität ist) Des Weiteren trifft es zwar zu, daß das sprachlche Denken oder das bewußte Verbalisieren bei manchen während der tiefen Trance zurückgeht und durch innere Stille oder Bilder, symbolisches Erleben und Gefühle ersetzt wird. Dies sollte m.E. jedoch keinesfalls als Defizit oder als "Unfähigkeit" gewertet werden, sondern als eine bemerkenswerte Veränderung desr Erlebnisweise. Soweit die Situation dies erfordert, kann auch der tief Hypnotisierte rational und planend denken bzw. in einen anderen Zustand gelangen, wo dies leicht möglich ist. Ohne Zweifel ist auch immer eine gewisse (ev. unterbewußte) Orientiertheit erhalten. Die tiefe Trance hemmt und verhindert nicht die geistige Leistungsfäigkeit in einer Weise, wie dies etwa bei einer Drogen- oder Medikamentenintoxikation der Fall sein mag. So wenig man den in Meditation Versunkenen, der seine Gedanken beruhigt hat, als hilfloses und zweitweise geistig retardiert Wesen betrachtet,so wenig sollte man den tief Hypnotisierte auf eine solche Weise zu verstehen suchen. Daß mit der Tiefe der Trance die Selbststeuerungs- und Willenskräfte nachlassen, ist zwar eine weit verbreitet, nach meinem Dafürhalten aber unbewiesene und äußerst fragliche Behauptung. Tatsächlich konnte durch verschiedene Versuche gezeigt werden, daß Hypnotisierte mit hoher Suggestibilität nicht "gehorsamer" sind als "Wache", wenn die Situation und der sozialen Druck dieselben sind. Da wie gesagt ein deutlicher Zusammenhang zwischen Suggestibilität und erlebter Tiefe besteht, kann geschlossen werden, daß auch zwischen erlebter Tiefe und Gehorsam kein ststistischer Zusammenhang (oder bestenfalls ein geringer) besteht. Auf dieser Linie liegt auch eine Untersuchung, die die Stanford-Forscher seinerseits durchgeführt hatten: Dabei wurde die Suggestibilität von Probanden nach der SPS-Skala gemessen, welche sehr differenziert ist und viele schwierige Items besitzt (positive und negative Halluzinationen, posthypnotische Aufträge, Dissoziationen usw.). Bei den Probanden wurden außerdem typische Erfahrungen erfragt, die in (tiefer) Trance anzutreffen sind. Bei all diesen Werten waren diejenigen, die im hohen Bereich der Skala abschnitten, denen deutlich voraus, die als mittelsuggestibel abschnitten. Die Hochsuggestiblen hatten (als Gruppe) also in jeder Kategorie deutlich mehr spontane Erfahrungen, die mit "tiefer Trance" assoziiert werden, als die Mittelsuggestiblen (die wiederum mehr als die Geringsuggestiblen hatten). Allein bei dem Gefühl, den Suggestionen nicht widerstehen zu können, lagen Mittel-und Hochsuggestible mit je 50% gleichauf. Das heißt, daß bei dieser Untersuchung diejenigen, die nach ihrer Suggestibilität UND ihrem spontanen Erleben als "tief hypnotisiert" gelten können, nicht mehr das Gefühl einer Unfreiheit hatten als diejenigen, die nach Suggestibilität und Erleben als mitteltief hypnotisiert zu gelten haben. Zusammen mit den bereits oben aufgeführten Argumenten spricht dies nach meiner Überzeugung deutlich dafür, daß "Gehorsa", reduzierte Freiheit oder auch nur das subjektive Erleben verminderter Willenskraft KEIN Teil von hypnotischer "Tiefe" sind, egal ob man Tiefe über Suggestibilität oder über subjektives Erleben oder eine Kombination von beidem definiert. Gehorsam und das, was damit zusammenhängt, ist m.E. viel eher als Teil der sog. "hypnotischen Rolle" zu begreifen, also der Summe der Erwartungen und Einstellungen, die der Hypnotisierte in Bezug auf Hypnose hat und die sein Verhalten prägen. Ich habe immer wieder leidenschaftliche Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegenern einer "tiefen Trance" erlebt. Dabei stand bei vielen aber immer ein Bild der tiefen Trance im Hintergrund, bei dem der Hypnotisierte als ein seines Bewußtseins, seines Intellekts und seines Willens (weitestgehend) beraubtes Sein betrachtet wurde, das zu konstruktivem Handeln und aktiver Mitarbeit - etwa an einem therapeutischen Prozeß - gar nicht mehr fähig ist. Die einzige (fragwürdge) Stärke, die manche dem "tief Hypnotisierten" noch zubilligten, war eine hohe Suggestibilität, die aber weniger als eine Fähigkeit betrachtet wurde, denn als eine Art passive und geistlose Empfänglichkeit für "Programmierung". Daß die "tiefe Trance" und insbesondere ihre therapeutische Nützlichkeit teilweise auf erhebliche Skepsis stoßen, gerade bri Vorhendensein einer humsnistioschen Therapie-Haltung, verwundert so wenig wie die über sie stattfindenden sehr kontroversen und nicht allzu fruchtbare Diskussionen. Die Lösung der Problematik scheint mir in der Überwindung von eben jenem falschen Konzept "tiefer Trance" zu liegen, in dem sich teilweise Befürworter wie Skeptiker bemerkenswert einig sind. "Tiefe Trance" ist kein Zustand der Bewußtlosigkeit, Hilflosigkeit oder Unfähigkeit. Sie kann, das zeigen nicht nur die Untersuchungen Cardeñas, neue, tiefgründige Erfahrungen ermöglichen, temporären Zugang zu einer anderen Art des Denkens und Fühlens ermöglichen, spontan neue und ungewohnte Gedanken auftreten lassen, eine Person mit ihren eigenen tiefen Schichten in Kontakt bringen, transpersonale Erfahrungen begünstigen, das Gefühl der eigenen Wertigkeit und Fähigkeit steigern sowie das Epmpfinden der Kontrolle über sich selbst fördern. Ich bin wie gesagt nicht der Ansicht, daß "tiefe Trance" für einen therapeutischen Prozeß notwendig ist. Ich glaube jedoch, daß in vielen Fällen auch nichts gegen sie spricht und sie sogar nützlich sein kann, jedenfalls dann, wenn sie in einer angemessenen Weise etabliert wurde und die richtigen Meta-Suggestionen in Kraft sind. Auch besteht m.E. nicht die Gefahr, daß der Kleint aufgrund der Tiefe der Trance - etwa bei einer therapeutischen Sitzung - nicht richtig mitmachen kann. Der Kleint wird die Art der Trance und ihre Inhalte den Bedürfnissen der Situation anpassen. Negativ könnte höchstens die Erfahrung des Ungewohnten sein, aber dies seollte für einen guten Hypnotiseur bei einem psychisch soweit gesunden Klienten kein großen Problem sein. Auch eine extreme Entspannung und Lethargie könnten vielleicht abträglich sein, jwedoch sollten auch sie keine große Schwierigkeit sein. Und wie (unter anderem) die Untersuchungen Cardeñas zeigen, ist körperliche Entspannung NICHT Voraussetzung für "tiefe Trance". Obwohl wir also wenig darüber wissen, wie "nützlich" tiefe Trance sein kann, und obwohl "Tiefe" sicher höchstens einer von vielen Faktoren einer Hypnotherapie ist, besteht also zumindest auch kein Grund, eine "tiefe Trance" und die mit ihr oftmals verbundenen tiefgründigen und faszinierenden Erlebnisse zu fürchten. LG Miraculus
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Hallo zusammen, leider ist es oft noch so, daß das Deken vieler Hypnotiseure durch Gegensätze geprägt ist, die m.E: nicht sachgerecht sind. Ich stelle folgende Hypothesen auf: 1) Es werden künstliche Gegensätze zwischen Ericksonscher und klassischer Hypnose gesehen, die eigentlich gar nicht existieren. 2) Manche Hypnotiseure lassen sich durch sprachliche Vorschriften einengen, deren Sinn fraglich ist. 3) Methodische und sprachtechnische Gesichtspunkte treten zu sehr in den Vordergrund; die Person des Klienten/Probanden, seine innerpsychische Dynamik und die Beziehung zum Hypnotiseur werden dabei manchmal vernachlässigt. Dies fängt damit an, daß manche klassich arbeitende bzw. nach Ericksonsschem Stil vorgehenden Hypnotiseure die jeweils andere Arbeitsweise strikt meiden, und insbesondere auch eine Durchmischung ablehnen. Manche Ericksonschen Hypnotiseure lehnen jede klassiche, direkte oder indirekte Formulierung ab, da sie sie für autoritär halten. Was dabei aber vergessen ist: Eine Forlulierung kann auf der unmittelbaren Ebne vielleicht permissiv und/oder indirekt sein, sie kann von ihrer [b]sprachlichen Funktion[/b] her aber dennoch absolut direkt und autoritär sein. Das kennen wir ja auch vom vom Alltagsleben her: Jemand formuliert etwas permissiv oder als Frage, meint es aber ersichtlich als klare Aufforderung. Umgekehrt kann jemand nach meiner Überzeugung sowohl während der Hypnose wie auch im Alltagsleben Aussagen direkt und autoritativ formulieren, ohne autoritär sein zu müssen. Die Bedeutung einer Aussage hängt vom gesamten Kontext inkl. dem Auftreten des Senders und seiner Bezeihung zum Empfänger ab. Es wurden systematische Experimente gemacht, bei denen dieselbe Induktion und dieselben Testsuggestionen einmal direkt ud autoritär und dann indirekt und permissiv umformuliert gegben wurden. Die Unterschiede bei den Klienten waren minimal, und wie die Autoren schreiben, liegt das vermutlich auch daran, daß die Teilnehmer des Experiments die indirekten und permissiven Formulierungen offenbar für etwas gehalten haben, was eigentlich nur Show ist. Daß ihnen klar war, daß etwas verlangt wurde. Aber ich habe das Gefühl, daß oft zwanghaft versucht wird, komplexe Fragen auf einen ganz einfachen Nenner zu bringen, so daß man sich am Ende an einzelnen Formulierungen aufhängt. Ericksonschen Hypnose m.E. darüber hinaus gehen, einfach nur direkte und autoritative Formulierungen durch indirekte und permissive zu ersetzen, ohne daß dies etwas nutzen und im Verständnis des Klienten einen Unterschied machen würde. Ein enger Mitarbeiter von Erickson, Pearson, sagte über jenen: "Er war nicht indirekt, nur um eben indirekt zu sein." Dort, wo der Hypnotiseur WIRKLICH permissiv ist und beispielsweise mehrere Wahlmöglichkeiten anbietet, oder wo der Klient wenigstens das Gefühl hat, es wäre so macht ein entsprechendes Vorgehen Sinn; und da, wo eine indirekte Formulierung wirklich bewußte Zweifel oder Widerstände umgeht, macht sie Sinn; aber einfach nur alles permissiv oder indirekt umzuformulieren, weil es sich nach Erickson angeblich so gehört, halte ich u.U. für ähnlich gekünstelt wie eine komplett negationsfreie Sprache, und ganz offensichtlich nutzt es auch wenig, denn der Klient durchschaut das dann offenbar sehrwohl. Wenn jemand so formulieren möchte, ist das natürlich in Ordnung, aber man sollte sich dann der Grenzen bewußt sein. Entsprechendes gilt m.E. natürlich nicht nur für Indirektheit und Permissivität, sondern auch für Metaphern, Double Binds und andere Elemente Ericksonscher Hypnose. Ich habe keine Zweifel, daß solche Bausteine, wo sie gekonnt und situationsgerecht eingesetzt werden, sehr sinnvoll sein können. Aber Ericksonsche Hypnose ist eben mehr bzw. sogar etwas grundlegend anderes, als einfach jeden direkten Satz zwanghaft indirekt umzugestalten....wobei ich nicht den Eindruck erwecken will, daß ich den typischen Ericksonianer auf so einer simplen Stufe sähe. Und doch glaube ich, daß nicht wenige Ericksonsche Hypnotiseure die Frage einer kooperativen und respektvollen Bezihung zum Kleinten zu sehr auf der Ebene einzelner Formulierungen suchen. Andererseits gibt es klassich arbeitende Hypnotiseure, die penibel jede Ericksonscher Hypnose (oder das, was sie dafür halten) vermeiden, und erst recht jede Vermischung der Stile. Teilweise halten sie eine solche aufgrund von Mißverständnissen sogar für gefährlich. Damit engen Hypnotiseure sich unnötig ein, und ihre Sprache weirkt dann mitunter wenig flexibel, sondern eher starr. Wir sollten bedenken, daß sowohl aus dem Zeugnis von Ericksons engen Mitarbeitern, wie auch aus späten Mitschriften seiner Interventionen ganz deutlich hervorgeht, daß Erichkson sehrwohl immer wieder auch ganz klassisch vorging, teilweise sogar außergewöhnlich autoritär. Das gilt auch für den späten Erickson. Erickson, der oft auch mit tiefer Hypnose gearbeitet hat und Phänomene wie Halluzinationen und Amnesie induzierte, kombinierte zudem oft klassische und nicht-klassische Stile. Und erscheint nicht genau so eine Durchmischung der Stile als absolut natürlich? Wir sprechen doch auch im Alltag auf so eine Weise miteinander. Mal sagen wir etwas ganz direkt, mal drücken wir uns eher indirekt auf. Mal formulieren wir eine Bitte bzw. einen Vorschlag ganz unverschnörkelt, mal eher indirekt. Mal drücken wir uns sehr einfach und unmittelbar aus, mal verwenden wir eine einleitende Metapher bzw. ein Beispiel zur Einleitung. Und genau diese natürliche Mischung gefällt mir persönlich auch besonders gut an den Ericksonschen Texten: Klassische Hypnose allein kann hölzern und starr wirken, "Ericksonsche" allein etwas gekünstelt. Bei Erickson findet man oftmals eine Melange, die ich als angenehm, natürlich und sprachlich ausdrucksvoll empfinde. Manche (klassischen?) Hypnotiseure etwa pferchen sich selbst in ein linguistisches Zwangskorsett, weil sie Angst haben, daß der Proband alles wörtlich versteht, oder gar, daß er nichts mit Negationen anfangen kann, und daß daher bei einer halbwegs normalen Diktion schwere Mißverständnisse drohen...was dann zu einer mitunter sehr gekünstelten negationsfreien Sprache führt. Nicht daß ich mißverstanden werde: Sprache während der Hypnose ist wichtig und wertvoll, aber sie nach unnötigen Regeln in ganz enge Bahnen zu lenken befördert ihre Möglichkeiten nicht, sondern schränkt sie ein. Trotz aller Bedeutung der Sprache ist aber auch sie nur ein technisches Mittel, und noch wichtiger ist nach meiner Überzeugung die Beziehung Hypnotiseur-Klient/Proband. Leider wird Hypnose aber oftmals nicht als lebendige und dynamische Beziehung begriffen, sondern ein Vorgang, der durch die penible Beachtung (teilweise unsinniger) methodische Regeln vollständig kontrolliert werden kann und muß. Dahinter scheint wiederum die Vorstellung zu stehen, daß Hypnose nicht etwa die Kommunikation zweier vollwertiger intelligenter menschlicher Individuen sei (egal wie tief die Trance sein mag), sondern nach dem Modell eine Programmierers verstanden werden müsse, der an einer geistlosen Maschine rumprogrammiert und ihr irgendwas "installiert". Mir gibt es in der Hypnose zu viele künstliche Gegensätze, Extreme und Mißverständnisse...wie heißt es: "Es könnte alles - so einfach sein, isses aber nicht." Das Mindeste wäre eine Haltung von mehr Toleranz. In diesem Sinne würde ich sehr auf eine Stärkung bzw. Renaissance vom wirklichen Erickson hoffen, denn Erickson verkörpert nicht nur technisch einen enorm weiten Ansatz, der durch ein "sowohl als auch" antstatt eines kleinlichen "entweder oder" geprägt ist, sondern hebt auch die einmalige Beziehung zwischen Hypbnotiseur und Kleint/Patient/Proband, die jenseits aller formalisierten Handlungsanweisungen und mechanisch abzuarbeitenden Schemata liegt. Und nicht nur das: Wie Weitzenhoffer berichtet, hat Erickson in den Artikeln, in denen er allein geschrieben hat, auch mehr wert gelegt auf die psychische Dynamik einer Therapie als auf technische Fragen, und erst im Zusammenhang mit der Kooperation mit anderen Autoren sind technische Aspekte in den Vordergrund gerückt (die natürlich auch ihren Stellenwert besitzen). Wir dürfen also davon ausgehen, daß für Erickson der Mensch und die Beziehung zu ihm wichtiger als Techniken waren. Ich würde mich sehr freuen, wenn genau dieser Ericksonschen Ansatz mehr Gewicht gewinen würde. LG Miraculus LG Miraculus
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Hallo zusammen, immer wieder wird das Thema angerissen, ob "tiefe Trance" bei Beratung oder Therapie hilfreich sei. Dabei wird im Zusammenhang mit "Tiefe" meistens das primäre Augenmerk auf den Grad der hypnotischen Suggestibilität gelegt. Es gibt aber noch andere Formen der "Tiefe", insbesondere das subjektive Erleben des hypnotischen Zustandes. Allerdings ist es durchaus so, daß besonders diejenigen, die sehr hohe Werte auf Suggestibilitätsskalen erreichen, auch die besten Chancen haben, eine besondere "Tiefe" der trance zu erleben. Es kommt in einer "tiefen Trance" oft zu typischen Veränderungen der Wahrnehmung, des Denkens und Empfindens, die unter Hypnotiseuren allgemein (mehr oder weniger) bekannt sind. Hier dennoch eine Zusammenfassung typischer Erlebnisse, basierend auf einer umfassenden und systematischen Untersuchung durch Cardeña*: - Gefühl des Schwebens - Änderungen des Körperempfindes, Gefühl des Fliegens oder des Verlassens des Körpers; Gefühl, daß der Körper nicht mehr existiert - Umgebung tritt in den Hintergrund oder wird überhaupt nicht mehr wahrgenommen - Verlangsamung oder sogar Anhalten der Zeit, Verlust des Zeitsinnes - Gefühle von Liebe, Staunen, Euphorie und Freiheit (manchmal aber auch Angst aufgrund des noch ungewohnten und fremden Erlebens) - Veränderung der Erinnerung: Es fällt schwer, sich an manche alltäglichen Dinge zu erinnern, während die Erinnerung an manche andere Dinge plötzlich spontan kommt - Erleben größerer Kontrolle über den geistigen Zustand - Gefühl frei fließender Aufmerksamkeit - Abstraktes Denken macht Bildern oder geistiger "Leere" (Gedankenabwesenheit) Raum. - Verstärkung, Intensivierung und Bereicherung der Imagination; spontanes AUftreten von Bildern - Gefühl des Träumens - Wahrnehmung von Lichtblitzen, Helligkeit oder tiefer Dunkelheit - Gefühl, eins mit allen Dingen zu sein, Gefühl der Verbundenheit, Verlust der eigenen Identität bei gleichzeitigem Bewußtsein, im Kontakt mit dem inneren Selbst zu sein - Gefühl, in einer "anderen Realität" zu sein, verbunden mit Gefühl tiefen Verstehens seiner selbst - Empfinden gesteigerter Möglichkeiten und erhöhter Bedeutung - Synästhetische Erfahrungen (verschiedene Sinnesmodalitäten gehen in einander über; beispielsweeise werden visuelle Eindrücke von Tönen begleitet) - Einige Subjekte beschreiben ihre Erlebnisse wie folgt: "Verschiedenfarbige Linien, die sich in die Unendlichkeit ausdehnen und Musik erzeugen, die ich nie davor gehört habe." "Verschmelzen mit reinem Licht oder Energie und sein Allerinnerstes finden." "Ich bin keine Materie mehr, ich bin nur noch Energie." - Auch wenn nicht explizit durch Cardeña erwähnt, so sind auch weitere Erlebnisse klassisch: Z.B. eine eränderte Wahrnehmungen der Stimme des Hypnotiseurs. Im Fading wird seine Stimme mal lauter und näher und dann entfernter und schwächer wahrenommen; manche hören die Stimme des Hypnotiseurs auch so, als wäre sie in ihrem Kopf. - Manche haben das Gefühl nichts mehr wahrzunehmen als das, was der Hypnotiseur sagt, und das für sie wie ein Faden ist, an dem sie langgehen. Selbstverständlich ist das nur eine schematische Zusammenfassung von Erfahrungen, wie sie typisch sind; sie kommen natürlich gewöhnlich nicht alle zusammen und können auch varieren. Typischerweise erlebten Cardeñas "Subjekte" ihre Erfahrungen übrigens so, daß sie sie aufrechterhalten und beenden, aber nicht erschaffen können. Cardeñas Probanden konnten ußerdem während der Sitzung jederzeit den Kontakt zum Hypnotiseur aufrechterhalten und nach der Sitzung ihre alltäglichen Aktivitäten wieder normal aufnehmen. Die Gefühle der Teilnehmer nach der Hypnose waren positiv, und negative Nebenwirkungen traten in keinem Fall auf (die Partizipanten waren aber auch alle psychisch gesund und stabil, soweit sich das sicherstellen ließ). Probanden berichteten als Folge ihrer Teilnahme an Cardeñas Experiment (das in mehreren Sitzungen bestand) eine höhere Lebhaftigkeit der Wahrnehmung, eine gesteigerte Fähigkeit, sich an Träume zu erinnern, den Rückgang von Ängsten und Alpträumen, ein besseres Verständnis ihrer selbst ("personal insight"), eine verbesserte/bereinigte ("validated") Spiritualität sowie innerern Frieden. Eine Probandin nutzte Jahre später Selbsthypnose für eine Geburt ohne Schmerzmittel ein. Die Ergbnisse der bewußten Studie bestätigen teilweise allgemein Bekanntes. Sie legen dem Autor zufolge außerdem auch nahe, daß leichte und tiefe Trance nicht einfach als Kontinuum aufzufassen sind, bei dem die tiefe Trance dasselbe wie die leichte Trance wäre, nur eben intensiver. Vielmehr handele es sich um unterschiedliche Zustandsarten. Beispielsweise kommt es bei der leichten Trance oft dazu, daß der Körper intensiver wahrgenommen wird, während dieses Phänomen mit tiefer werdender Trance gewöhnlich irgendwann verschwindet; und andere Erlebnisformen wie die Wahrnehmung von hellem Licht oder die Abwesenheit von Gedanken entstehen typischerweise nicht in leichter Trance, um dann allmählich zuzunehmen, sondern treten eher aprubt und auf einmal in tiefer Trance auf (wenn sie auftreten). Und natürlich erinert die Beschreibung tiefer trance insbesondere auch an tiefe Meditation. Die Resultate sprechen zudem natürlich für die Hypothese, daß hypnotische Trance an sich - im Sinne einer Leerhypnose - positive Effekte haben kann. Das scheint vor allem eben auf "tiefe Trance" zuzutrefen. Wenn wir uns nochmals die typischen Erlebnisse anschauen, dann lassen sich die Erfahrungen der tiefen Trance m.E. großteils beschreiben als ein Verschwinden von Grenzen und starren Mustern, als deutlich erhöhte mentale Flexibilität, als gesteigerte Verbundenheit mit sich selbst, mit Symbolen der Transzendenz und der Gesamtheit aller Dinge, sowie als Empfinden tiefer positiver Gefühle und als Prozeß innerer Klärung, außerdem manchmal auch als starke Verbundenheit und Harmonie mit dem Hypnotiseur. (Vgl. auch die zusammenfassungen von Cardeña.) Die positiven Auswirkungen (tiefer) Trance verwundern so gesehen nicht. Und die Vermutung liegt nahe, daß in der Tat die Reichhaltigkeit des Erlebens bzw. die erfahrene Tiefe für das Ausmaß günstiger Effekte einer Hypnose mitverantwortlich sind. Es gibt allerdings meines Wissens bis heute keine Untersuchung, die den Zusammenhang zwischen erlebter "Tiefe" und Therapieerfolg untersucht, so daß wir hier auf Vermutungen angewiesen sind. Wie aber bereits eingangs erwähnt ist der Zusammenhang zwischen erlebter Tiefe und hypnotischer Suggestibilität (gemessen nach RSPS-Skalen) deutlich, allerdings nur statistisch, gilt also nicht in jedem Fall. Allerdings ist auch klar, daß auch eine leichte Trance sehr guttun und Hypnotherapie auch mit leichter trance sehr erfolgreich sein kann. LG Miraculus * Etzel Cardeña: "Deep Hypnosis" http://www. scribd.com/doc/6480003/Cardena-Deep-Hypnosis (Link durch Leerzeichen deaktiviert, weil ich mir über den Status der Seite nicht klar bin.)
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Hallo zusammen, die Ansichten Bramwells sind natürlich auch nur eine mögliche Meinung von verschiedenen...ich möchte sie als bedenkenswert, aber nicht unbedingt als der Weisheit letzten Schluß darstellen. @ willy: Was mich mal interessiert hätte wäre, welche Methoden Du im Besonderen zur Vertiefung bzw. zur Suggestibilitätssteigerung einsetzt. Das wäre vielleicht überhaupt ein interessantes Thema. Wenn Du möchtest, könntest Du dazu vllt nen Thread starten, und das Forum könnte dann dazu diskutieren...B)
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Hallo Ave, was sagen denn die Ärzte und Psychologen? Falls Du irgendwelche Medikamente verordnet bekommen hast, ist es wichtig, daß Du die nimmst. Mein dringender Tip aufgrund Deiner Schilderungen wäre es, daß Du einem Psychiater das Problem genau schilderst. Wir aus der Ferne können hier ohnehin nichts machen.Ich gehe aufgrund Deiner Schilderung auch stark davon aus, daß Hypnose im moment nicht indiziert wäre bei Dir und wenn überhaupt nur durch einen Facharzt/Psychologen. LG Miraculus
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Hallo willy, mit der Amnesie/Dissoziation weiß ich bis heute nicht, was ich denken soll. Ich würde vermuten, daß der Effekt zum großteil (aber nicht vollständig) ein Resultat der Erwartung ist. Diese Vermutung wurde bereits von Bramwell, einem der ganz frühen Pioniere, geäußert...Ich werde weiter unten ein paar Zitate, die ich bedenkenswert ist, reinstellen. Was spricht dafür, daß sie spontane posthypnotische Amnesie ein "Artefakt" der Erwartung ist? Zum einen kommt sie in der experimentellen Hypnose selten vor (nach einer TSudie 6-7%), [i][b]selbst dann[/b], wenn die Probanden sehr suggestibel sind und auch schwierige Phänomene wie Halluzinationen "hinbekommen"[/i]. Und wenn eine SPA auftritt, dann nicht nur bei den "Hochsuggestiblen", sondern auch bei den weniger Suggestiblen im selben Maße. Dann wurden Experimente gemacht, bei denen man manche Leute informiert hat, daß zur Hypnose eine SPA gehört; anderen wurde das Gegenteil gesagt. Je nachdem, was vermittelt wurde, gab es erhebliche Unterschiede bei den Resultaten. Noch interessanter ist dies: Unter denen, die glaubten, daß Hypnotisierte eine spontane Amnesie erleben, erlebten 75% eine; unter denen, die dies nicht glaubten, 0%. Falls es jemanden genauer interessiert: Der Showhypnotiseur Barry Jones faßt einige Forschungsergebnisse in seinem Blog zusammen: http://www.barryjones.com/blog/2009/08/posthypnotic-amnesia/ Mir ist klar, daß die SPA bei der Shwohypnose häufiger vorkommt, aber dies könnte auch an der speziellen Situation liegen. Und hier noch für Interessierte wie versprochen einige Anmerkungen von John M. Bramwell, die m.E. gut zum Thema passen, nämlich "Tiefe" allgemein und an einer Stelle auch SPA. Aus dem Buch "Hypnotism and Treatment by Suggestion" von 1909 (Pardon, wenn mir das zu übersetzen jetzt etwas zu viel ist). Hervorhebungen durch Miraculus: "Before describing my later methods, I wish again to draw attention to several points in connection with the so-called hypnotic state. As we have seen, the subject may have his eyes open; and act like a normal individual who is awake. In the lethargic condition, when he appears to be asleep, he still hears all that is said around him. Further, all the phenomena of so-called hypnosis can be induced in the waking state, without the patient having preliminarily passed through any condition resembling sleep. It is to Braid’s earlier work that we owe the theory that it was necessary to induce hypnosis before beginning treatment by suggestion. At first he regarded the condition as an artificial sleep, but pointed out later that only one in ten of those he cured passed into a state even superficially resembling sleep. He proposed, therefore, to abolish his entire terminology, as it misled the public, and made them believe they could not be cured by suggestion unless they had first been put to sleep. With the majority of Braid’s patients there was not even an apparent loss of consciousness—they simply became slightly drowsy, and afterwards remembered all that had happened—while, with others, hypnotic phenomena were induced, without any previous stage in any way resembling sleep. Further, in those cases where sleep had apparently been present, it could be proved that the condition was really a conscious one, as the recollection of all that had occurred could be evoked by suggestion." "Braid’s later observations passed unnoticed, and, until recent times, nearly all operators proceeded on his earlier lines. They suggested artificial sleep, lethargy or drowsiness, and then began treatment. [b]They did not recognise that the artificial or, more correctly speaking, imitation sleep was only one of the phenomena of increased suggestibility, due to suggestion. Given increased suggestibility, any of the phenomena of hypnosis might be evoked as readily as imitation sleep, and the patient cured just as easily when that state had been omitted.[/b]" "For many years, Liébeault’s methods were similar to Braid’s earlier ones, and he always tried to induce what he called sommeil provoque. Gradually the views of the Nancy School were modified till they resembled Braid’s later theories." "The essence of the whole condition, then, is an increased suggestibility; the production of a preliminary imitation sleep is not necessary, and is simply waste of time. In some instances, I tried to induce so-called hypnosis a hundred times before I succeeded. Now, with the method I shall presently describe, I commence curative treatment at once, and obtain quicker results." "Every stage of the so-called hypnotic condition is a conscious one. In some instances the subjects have their eyes open and are obviously wide awake, in others their eyes are closed and they appear to be asleep; but, even in the most profound condition, the sleep is only apparent, not real, as the subjects retain consciousness, volition and intelligence." "In what is described as the deepest stage — i.e. hypnotic somnambulism, followed by amnesia — when the state is terminated the patients believe they have been asleep, because they do not remember what has happened. This is equally true, whether they have been apparently asleep, or seemingly awake with their eyes open in the “alert“ stage. The lost memories of both stages can always be recalled in subsequent hypnosis. [b]Further, it is probable that the amnesia is an artificial one due to the suggestions of the operator.[/b]" "The condition — i.e. increased suggestibility — is sometimes preceded by drowsiness, but this is often absent, and the patients are voluntarily thinking of some restful monotonous subject during the whole process. Sometimes the patients’ minds are filled with the melancholy thoughts of neurasthenia, or obsessional fears; at others their attention is fixed on their hysterical convulsions or other uncontrollable muscular movements; but, despite this, increased suggestibility is frequently induced. Here there has been neither imitation sleep nor restful monotonous thought, but, nevertheless, brilliant therapeutic results are often obtained in such cases." "As the result of the methods I then used, the patients passed into a restful or drowsy condition and I made curative suggestions. The whole object of suggestive treatment ought to be, I repeat, the development of the patient’s will-power, and of his control of his own organism. That idea, and that alone, should be instilled into his brain, and no experiment, however trivial should be made which could possibly tend to make him believe that the operator was trying to dominate him." Das Ganze ist in einem freien Ebook nachzulesen: http://www.themagicofyou.co.uk/resources/History-of-hypnosis-free-ebooks/free-hypnosis-ebooks.php