Hallo zusammen,
was ist eigentlich eure Meinung dazu, welche Induktion sich für welchen typus Mensch eignen? Daßdie Antwort bestenfalls, wenn überhaupt, eine grobe Faustregel sein kann, weil man den Einzelfall immer gesondert betrachten muß, ist klar. Klar ist auch, daß es sich vielleicht gar nicht beim konkreten Probanden oder Klienten lohnt, "im voraus" unbedingt alles festzulegen, sondern daß genug Raum für Spontanität bleiben sollte.
Und doch fände ich es interessant, einmal ganz grundsätzlich darüber zu diskutieren, welche Arten von induktion zu welcher "Sorte" Hypnotiisand passen könnten.
Was meint ihr zu diesem ganz ungefähren Schema:
- Für Klienten mit lebendiger Fantasie Verfahren, bei denen sie ihre Imaginationskraft gut einsetzen können.
- Personen mit starken dissoziativen Tendenzen, die vielleicht immer wieder etwas vergessen, Autobahnhypnose und verwandte Phäomene häufig erleben und extrerne Stimuli ausbleden eher eine "klassische" Induktion mit Suggestionen des Absorbiertseins. (Diese beiden ersten Empfehlungen finden sich jedenfalls teilweise in der Literatur.)
- Für Menschen mit starken Kontrolltendenzen Konfusionstechniken und Verfahren, bei denen sie aktiv etwas tun können, also beispielsweise Elman-Induktion; eventuell auch Blitzhypnose oder Metaphern.
- Personen, die gerne selbst wählen und verschiedene Optionen haben profitieren viellecht am ehseten von Erickson-Stil-Methoden.
- Für Leute, die gerne Romane und Geschichten lesen und sich als Kinder besonders für Märchen interessiert haben, bieten sich vielleicht vermehrt Metaphern an.
- Für Personen mit Widerstand auch Metaphern oder auch "paradoxe" Induktionen, bei denen ihnen gesagt wird, daß sie erst einmal nicht "in Trance" gehen sollen.
- Bei müden und lethargischen Klienten vielleicht Wachhypnose, auch Aktiv-Wachhypnose.
- Wenn jemand die bestimmte starke und positiv besetzte Vorerwartungen mitringt, so sollten diese am Besten auch bedient werden; entsprechend etwa Fixationsmethode.
- Wenn jemand sich gut entspannen kann progressive Entspannung
Alles ist wie gesagt einmal "ins Blaue" geschrieben und soll nur als Diskussionsgrundlage dienen; und natürlich soll auch die Diskussion nicht dazu führen, daß nun jemand seine Klienten oder Probanden in holzschnittartige Schemata presst.
Vielleicht kann aber jemand aus seiner Erfahrung etwas beitragen.
Beiträge von Miraculus
-
-
Für Interessierte darf ich vielleicht auf den neuesten Artikel hinweisen, der der Frage von Hypnose ohne willentliches Einverständnis oder gar gegen den Willen nachgeht. Kritik und Diskussionen sind wie immer erwünscht. https://hypnoseinfos.wordpress.com/2011/11/04/hypnose-ohne-und-gegen-den-willen/
-
Hallo zusammen, für Interessierte sei darauf verwiesen, daß sich von Zeit zu Zeit in meinem nicht-kommerziellen und werbefreien Blog neue kostenlose Artikel finden. Beispielsweise zuletzt einer darüber, wie es mit dem Wörtlichnehmen in der Hypnose aussieht: Anregungen, Fragen oder Kritik sind natürlich stets willkommen. https://hypnoseinfos.wordpress.com/2011/10/08/nehmen-tief-hypnotisierte-alles-wortlich/
-
Hi Garry, die Methode ist auch sicher deshalb wenig bekannt, weil der "hypnosleep" ja ziemlich aufwendig ist. Für Mitlesende: Erst einmal braucht man eine Hypnose, die "tief" genug ist, damit sich posthypnotisch Schlaf induzieren lässt. Dann muss man einige Zeit warten, denn der Schlaf soll einigermassen tief sein. Dazu soll man auch auf die Veränderung der Atmung des Probanden achten. Dann muss man bei der Hypnose-im-Schlaf-Induktion vorsichtig sein, den Probanden nicht einfach aufzuwecken. Elman selbst meinte, daß man sich bereits ordentlich mit Hypnose allgemein auskennen solle, bevor man sich dem "hypnosleep" zuwende, weshelb er auch im letzten Kapitel darüber schrieb. Mir wurde allerdings schon gesagt, daß bei manchen zu analytischen Patienten7Klienten der hypnosleep gute Dienste leiste. Und es gibt einen bericht, demzufolge der skandinavische Hypnotiseur Wetterstrand es trotz vieler Bemühungen nicht schaffte, einen Patienten zu hypnotisieren und zu behandeln. Nachdem seine Frau ihm im Schlaf entsprechende Suggestionen gegeben habe, habe es dann ab da wunderbar mit der Hypnose funktioniert. Wie weit das nun mit dem "hypnoseleep" zu vergleichen ist, sei dahingestellt. [quote] Könnte es auch dem Zustand, den James Esdaile induziert hat, ähneln? Seine Arbeit galt ja hauptsächlich dem Phänomen der Anästehesie/Analgesie![/quote] Für Mitlesende: Unter Esdaile-Zustand versteht Elman einen Zustand ganz besonders tiefer Entspannungshypnose, die auch mit Bewegungslosigkeit einhergeht. Er dürfte eine Verwandtschaft mit dem haben, was Erickson als "hypnotischen Stupor" bezeichnet hat. Elman selbst unterschiedet zwischen Esdaile-State und Hypnosleep. Hinsichtlich der Suggestibilität betrachtet Elman den Hypnosleep als tiefer denn den Esdaile-Zustand: Er meint, daß sich durch den Hypnosleep oft eine sogar noch profundere Anästhesie erreichen lasse. Ich halte diese Unterschiedung von Hypnosleep und Esdaile-Zustand auch für sinnvoll. Denn beim "Hypnosleep" ist man ja nicht unbedingt sehr tief entspannt oder unbeweglich, währen das ja gerade den Esdaile-Zusatnd ausmacht. Man kann sich aber natürlich fragen, inwieweit der Esdaile-Zustand und verwandte Zustände wirklich eigene "Zustände" bzw. "Stadien" der Hypnose sind, und wie weit von den impiziten Suggestionen der Situation beeinflusst. Immerhin sceint es jedenfalls Zustände außergewöhnlich tiefergeistiger und körperlicher Entspannung zu geben, die gewisse typische Charakteristika aufweisen können.
-
Hallo Hypnofan, danke für den interessanten Beitrag!! Ich kenne den "hypnosleep" auch nur aus der Literatur, und da fast nur ausdem Buch von Dave Elman ("Hypnotherapy"). Elman war der AUffassung, daß der "hypnosleep" aus dem natürlichen Schlaf eingeleitet werden müsse. Dieser Schlaf kann posthypnotisch induziert werden und muss eine gewisse Tiefe erreichen, was beispielsweise aus der Veränderung der Atemfrequenz abzulesen sei. Andernfalls, wenn man den "hypnosleep" direkt aus der Hypnose zu induzieren versuche, sei es nicht dasselbe. Zuerst dachte Elman, daß eine Kombination von Hypnose und Schlaf vorläge. Aufgrund von EEG-Messungen erkennte er jedoch, dass der "hypnoselleep" tatsächlich eine Form des Wachzustandes darstellt: Die Probanden kamen vom Schlafzustand durch die "Hypnose während des Schlafes" in den Wachzustand. Nach Elman sind die Ergebnisse des "hypnosleep" sehr gut. Demnach lasse sich hier beispielsweise eine besonders profunde Anästehesie/Analgesie durch Suggestion erzielen. Elman, der Ärzte in der Hypnose unterrichtete, berichtet außerdem, dass dieser Zustand nach dem zeugnis von Psychiatern ganz besonders gut für die Hypnoanalyse geeignet sei, auch bei Patienten, wo eine solche ansonsten nicht gut funktiniere. ich habe schon gehört, daß der "hypnoseep" in einigen Fällen gute Dienste leisten soll, doch mehr weiß ich dazu auch nicht.
-
Hallo zusammen, erst mal vielen Dank für die (bisherige) Resonanz: @ Garry: Zu dem Unterschied posthypnotischer/epypnotischer SUggestion muß ich mir das noch überlegen. Im Artikel über die posthypnotische Suggestion habe ich das ausführlicher beschrieben. Meine Angst ist ein bißchen, daß zu viele Informationen (für den Anfänger, fpr den diese Einlaeitung ja auch gedacht ist), verwirrend sein könnten. Bin auf Dein Konzept sehr gespannt. Ich habe einfach nur erst einmal verschiedene Theorien beschrieben, ohne sie zu werten. Aber ich denke, Dein Format ist gut mit den Non-State-Theorien vereinbar, nach denen Trance nur ein mögliches Phänomen der Hypnose ist, und hypnotische Phänomene auch ohne Induktion stattfinden können. @ Hypnofan: Auch Dir danke! Du hast recht, der Proband muß gewissermaßen in einer bestimmten "Stimmung" sein, er muß nicht "in Trance" sein, aber "bereit". Er muß sich auf die Wachsuggestion einlassen. Du hast sicher recht, daß die Behauptung, daß durch Wachsuggestion alle Phänomene evozierbar sind, seltsam klingen mag. Anderserseits habe ich den entsprechenden Artikel dort verlinkt. Und die Beweise scheinen mir einfach stark zu sein. Um mich zu überzeugen, habe ich selbst verschiedene Experimente dieser Art gemacht - sogar mit poitiven und negativen halluzinationen, Persönlichkeitsänderungen, Amnesie, suggetsiver Blindheit und Taubheit usw. Nun muß "mir" natürlich niemand glauben. Aber auch der späterBernheim und der späte Braid sind bereits zu dieser Ansicht gelangt. Alsdann gibt es zahlreiche hypnosewissenschaftliche Argummente dafür, die von Forschern mit verschiedenem Hintergrund erbracht wurden. Und in den letzten jahren ist dieser Ansatz auch zunehmend populär geworden, beispielsweise durch James Rolph. Es gibt sogar einige Showhypnotiseure, die keine Induktion benutzen und dennoch alls hypnotischen Phänomene hervorrufen, beispielsweise Martin Taylor in GB. Und im Zweifelsfall ist jeder Hypnotiseur eingeladen, es selbst zu testen. Bei "Offenheit" und einer gewissen positiven Erwartungshaltung müßte das ziemlich erfolgreich werden. Der Begriff "Subjekt" ist etwas negativ konnotiert. Mein Problem ist nur, was soll man sonst sagen? Die Hypnoseforscher hat keine "Patienten" und keine "Klienten". Man kann auch von "Probanden" und "Versuchsperoenen" sprechen. Aber manchmal wird - zum Vergleich - sowohl mit "wachen" wie mit hypnotisierten Probanden gearbeitet. Und immer von den "Hypnotisierten" oder "Hypnotisanden" zu sprechen wird auch bald eintönig. Deshalb verwende ich manchmal die Bezeichnung "Subjekt", oft auch in Anführungszeichen, Mir fällt nichts Besseres ein!
-
Hallo zusammen, ich habe eine kleine EInführung in die Hypnose und insbesondere in die Hypnoseforschung verfaßt. Einige Dinge dürften allgemein bekannt, vieles aber auch für einige neu sein. Pber Resonanz und gerne Kritik wäre ich sehr froh. Insbesondere zu folgenden Fragen. Gibt es unverständliche STellen? Fehlt etwas Wichtiges? Gibt es Verbesserungsvorschläge? Ich möchte einen sinnvollen EInführungsarikel schreiben, und dazu brauche ich Unterstützung. :-) https://hypnoseinfos.wordpress.com/2011/08/20/hypnoseforschung-eine-einfuhrung/ LG Miraculus
-
@ G.P.: Die Auffassungen, daß nur Ärzte/Psychologen "korrekt" und wirkungsvoll hypnotisieren können, läßt isch weder durch die Hypnoseforschungnoch die Psychotherapieforschung beweisen. Es ghandelt sich hier eben um reine berufspolitische Zweckbehauptungen. Schade: Auch Sachlichkeit/Seriosität/Wissenschaftlichkeit und eine Haltung des "lebens und Lebenslassens" wären nämlich eigentlich bei gutem Willen möglich. Aber dazu bedarf es eben eines guten Willens.
-
Hallo zusammen, das Thema ist nicht ganz neu, ich möchte es aber noch einmal aufbrühen: Es gibt ein Mantra, das "keine Fragen, keine Antworten" lautet und zu tiefer Stille führen soll. Und mir scheint, daß die Teilnehmer des Forum genau nach dieser Devise handeln. [:)] ganz allgemein fällt mir leider auf, daß in den mir bekannten Foren entweder so gut wie keine Diskussionen stattfinden, oder immer nur dieselben Fragen von Anfängern diskutiert werden. Nicht falsch verstehen. Anfängerfragen sind hervorragend, und ich würde mir wünschen, es gäbe mehr; aber nicht als Alternative, sondern [b]zusätzlich [/b] wäre auch mal ne gehobenere Diskussion schön. Gibt es heutztage aber kaum noch. Entweder es wird geschwiegen, oder es wird jemandem zum Geburtstag gratuliert (in manchen Foren, was ja auch nett ist), oder der Betreiber informiert vllt noch über seine Seminare (was auch absolut legitim und gut ist), und dann wird noch darüber gesprochen, ob man den Kaffee lieber mit zucker oder Milch oder beidem trinkt. Und das war es dann auch im Großen und Ganzen. Vor allem gibt es fast nur klinische Diskussionen (die gut und richtig sind),aber leider kaum welche, bei denen es um die Hypnose selbst geht. Ich glaube, das hat auch mit einer bestimmten Einstellung zu tun, die einer mal so formuliert hat: Er list nur Texte, die man auch bequem auf dem Klo nebenbei lesen kann. Das mag jeder so halten, wie er will, aber wenn diese Geist stets herrschen würde und geherrscht hätte, dann gäbe es keine Klos, sondern nur Donnerbalken, und bücher schon zweimal nicht. Mich würde interessieren, ob es überhaupt Interesse an Diskussionen zur Hypnose selbst gibt, und welche Fragen die Leute bewegen, wenn nicht alle zum zufriedenen Stillstand gekommen sind, und einfach gar nicht bewegt werden. Und vermutlich fühlen sich nun wieder die wenigen Ausnahmen von der Regel angesprochen. Soweit also; ich hoffe, daß meine kleinen Spitzen treffen, aber nicht verletzen. :)
-
Hallo zusammen, wie per PN versprochen schreibe ich;spät komme ich, doch ich komme. :) Ich wäre sehr vorsichtig, irgendwelche definitiven Grenzen definieren zu wollen. Denn wir können kaum ausschließen, daß wir so und so weit kommen werden, weiter als heute. Es gibt wirklich erstaunliche Berichte, auch über Heilungen durch Hypnose. Daher würde ich eher fragen: Was ist heute schon möglich? Und warum ist es bei dem einen möglich und bei dem anderen scheinbar nicht? Und was müßte geschehen, damit es doch möglich worde? Zu einigen Unterpunkten des Eröffnzngsbeitrage möchte ich jedoch noch etwas sagen: Es scheint zwar zu stimmen, daß man mit Hypnose die Anzahl der weißen blutkörperchen (Leukozyten) erhöhen und die Immunabwehr stärken kann. Nun führt aber bereits eine Ruhehypnose zu einer Steigerung der Leukozyten; daher muß man also vorsichtig sein und schauen, welcher Effekt durch die Entspannungshypnose und welcher womöglich durch die Suggestion zustandekommt. -Zudem glaube ich auch, daß wenn schon die allgemeine Suggestion der "Gesundheit" wirkt. Wenn jemand beispielsweisse nicht wüßte, daß die weißen und nicht die roten Bltkörperchen für die Immunantwort zuständig sind, und er würde das verwechseln, und man würde ihm dann sagen, daß die Anzahl der roten Blutkörperchen steigt, dann würde ziemlich sicher stattdessen die Anzahl der weißen Blutkörperchen zunehmen. Denn daß man gezielt die weißen Blutkörperchen beeinflussen kann. Da gibt es z.B. die B-Lymphozyten, T-Lymphozyten, T-Helferzellen Killerzellen, Suppressorzellen, Dendritische Zellen, Makrophagen, neutrophile Granulozyten usw. usf. ich glaube nicht, daß wir darauf dirket zugang haben,. Wenn ich zu jemandem sagen würde, daß seine T-Lymphozyten zunehmen,seine Suppressorzellen hingegen abnehmen würden, dann könnte er so etwas kaum umsetzen. Wenn er nicht auf dem Gebiet der Immunologie bewandert ist, weiß er ohnehin nicht oder nur ansatzweise, was überhaupt gemeint ist; aber selbst, wenn er es wüßte, wie sollte er damit umgehen? Ich denke also, daß Hypnose die Abwehrkräfte stärken kann (was mit weißen Blutkörperchen zusammenhängt), jedoch nicht gezielt bestimmte Blutkörperchen beeinflussen kann.(Absolut ausschließen kann ich natürlich ichts.) - Das Phänomen der Brandblase ist interessant. Garry hat glaube ich dazu einen Versuch gemacht, oder? vielleicht kann jemand mehr dazu sagen, denn ich habe keinen solchen Versuch durchgeführt. Bemerkenswert finde ich dabei dieses: Einige Showhypnotiseure suggeriere, daß die Schuhe ihrer Teilnehmer sehr heiß werden, oder daß der Stuhl, auf dem dise sitzen, sbrennend heiß wird, aber die Betroffenen festkleben. Diese "Stunts" scheinen praktisch überhaupt nie zu Verletzungen zu führen, denn ansonsten bekämen diese Hypnotiseure zweifellos erheblichen ärger. Wenn ich mit dieser Meinung recht habe, dann glaube ich, auch die Erklärung zu haben (möchte aber zuerst wissen, ob ich recht habe. :) ). - Die Suggestion mit dem Wäscheständer (bzw. mit einem Besen) ist sehr interessant, hat m.E. aber noch einen wichtigen anderen Aspekt: http://www.hypnoseausbildungscenter.de/forum/13-fragen-und-diskussionen-rund-um-hypnose-fuer-einsteiger/2983-sendung-qdie-aerzteq-hypnose Aber nochmals Back to Topic: Es gibt einige scheinbar glaubwürdige Berichte selbst über paranormale Heilungen. Ich kann diese jedoch nicht beurteilen. Falls sie richtigsind, hieße das,vermutlich, daß prinzipiell wirklich alles möglich wäre. Aber auf dem Gebiet kenne ich mich nicht aus, und ich bin offen, aber auch vorsichtig.
-
Hallo zusammen, kürzlich kam eine Sendung, in der auch etwas über med. Hypnose gesprochen und eine Showhypnose gezeigt wurde. http://www. zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1391764/Die-komplette-Sendung-vom-25.07.2011#/beitrag/video/1391764/Die-komplette-Sendung-vom-25.07.2011 Tatsächlich ist Hypnose aber nur ein Thema, und die Sendung besteht aus einer Mischung aus, na ja, "Unterhaltung" und Information, wobei man bei dieser Moderatorin das Gefühl hat, daß sie im vorfeld etwas zu viel Sekt getrunken hat. Nichts Sensationelles also, aber man kann mal drüberschauen. Interessant sind für den hypnotisch geschulten Beobachter natürlich immer wieder Details: Die Menschen reagieren oft verschieden auf dieselbe Suggestion, beispielsweis edie Amnesie einer bestimmten Zahl. Interessant ist auch die Nummer, bei der eine Probandin sich in einen Besen verliebte, der ihr als Traumpartner vorgestellt wurde. Obwohl die Probandin auf die Suggestion reagierte, hielt sie ihren "Partner" doch fest, wie man es bei einem Besen macht, und zwar nicht so, wie man die Hände auf/um einen Menschen, den man liebt, legen würde - sondern so, wie man eben einen Gegenstand festhält, der sonst umfallen würde. Wir können so etwas immer wieder beobachten: Auf der bewußten expliziten Ebene erlebt der Proband die suggerierte Realität, während er auf einer unbewußten, impliziten Ebeen weiterhin die "objektive" Wirlichkeit wahrnimmt. Manchmal, wie in diesem Fall, ist das auch notwendig, damit er die Suggestion überhaupt angemessen umsetzen kann. Man spricht bei solch einer "Doppelbödigkeit" gerne von "Trancelogik".
-
hallo hypnofan, für Deine gewohnt kompetente und gediegene Antwort vielen Dank!! LG Miraculus
-
Hallo zusammen, immer wieder wird der Vorwurf erheboen, daß nLP eine finstere Manipulation sei. Mitunter wird dies sogar über die Ericksonsche Hypnose gesagt. Urheber solcher vorstellungensind meist ganz gewisse "Experten". Diese halten dann den Einsatz von Ericksonscher Hypnose und NLP für derart unethisch, daß sie ihn eigentlich ablehnen, es sei denn um sich gegen eben jene Manipuklation zu wehren. (Daß dieselben...."Experten" dann stets betonen, wie absolut allmächtig der klassische Hypnotiseur ggü. seinem Probanden sei und genau das propagieren und damit Werbung machen, wird nur denjenigen wundern, der noch in den Grenzen des logischen Denkens befangen ist.) Wie man den Äußerungen besagter "Experten" entnehmen kann, werden Ericksonsche Hypnose und NLP als Weg verstanden, gewissermaßen die Selbstkontrolle anderer Menschen aufzuheben und sie zu allem und jedem zu bringen. Besagte "Experten" glauben scheinbar auch, daß man nur typische Ericksonsche Sprachmuster in einem Text verstecen müsse, und der nicht mit NLP-Techniken vertraute Leser dann den gesamten Inhalt kritisch glauben würde. Obwohl ich nun kein NLP-Experte bin, meine ich doch, einer solchen Auffassung entgegentreten zu müssen. Was die NLP- und Erickson -Kritiker meinen, sind wohl insbesondere Techniken wie Pacing, Leading und Sprachmuster des Milton-Modells. Meines Erachtens gilt dieses: 1. Techniken, wie sie auch im NLP Anwendung finden, sind älter als das NLP. Sie wurden schon immer in Rhetorik oder in Kundengesprächen benutzt. Dabei muß der Zweck keineswegs sein, die Leute böswillig zuz manipulieren. Es ist vielmehr normal, daß man versucht, einen guten Draht ("Rapport") zum Gegenüber aufzubauen, und sich in seine Welt, sein Denken, seine Wahrnehmung und Sprache einzufühlen, wenn man beispielsweise als Berater oder Verkäufer eine Lösung für den Betreffenden finden will. 2. Zu guter "Manipulation" gehört immer die persönliche Seite, die nie vorrangig in Techniken bestehen kann. Jeder kennt vielleicht die manchmal lächerlichen Werbeanrufe oder Köderaktionen, bei denen Manipulations-Techniken so dicke aufgetragen sind, daß jeder sofort merkt, wo man dran ist. 3. Das Aufbauen eines guten Rapports, Pacing und das Benutzen bestimmter Sprachmuster machen natürlich nicht willenlos. Wäre es anders, dann würden die Bankräuber künftig einfach NLP lernen und mit dem Bankdirektor unter einem Vorwand einen Termin ausmachen. Techniken, wie sie im NLP gelehrt werden, mögen dabei helfen einen Zugang zu einem menschen zu gewinnen und ihm Dinge nahezubringen, zu denen er ohnehin bereit ist, aber sie verwandeln niemanden in eine Marionette. 4. Wo eine massive Manipulation stattfindet (z.B. durch Sekten) beruht das nicht auf einigen Sprachmustern, sondern darauf, die entsprechende Person allmählich immer mehr auf die Sekte zu fixieren, andere Kontakte zu unterbinden usw. 5. Oftmals wird davon ausgegangen, daß die Anwendung einiger Sprachmuster und Techniken innerhalb eines normalen Gesprächs (wie Yes Set) a) in eine "Trance" führen, wobei dann gedacht wird, daß diese b) ein Zustand ist, indem man unkritisch und quasi-automatisch jeden Input aufnimmt und umsetzt. Ich bezweifle, daß a) immer gilt und daß b) überhaupt wahr ist, obwohl ich nicht die (relative) Wirksamkeit von Sprachmustern, Yes Set usw. infragestelle. 6. Ein halbwegs intelligenter Mensch wird sich bei einem Text oder einer Rede immer fragen, was denn genau der Inhalt ist, wie denn genau die argumentative Struktur aussieht; er wird kaum aufgrund von Sprachmustern usw. den Verstand abschalten. Ausnahmen gibt es natürlich, etwa wenn jemand das hören will, was der andere sagt. Das war schon immer so. Im NLP werden "hypnotische" Sprachmuster dem Milton-Modell zugerechnet, das nach Erickson benannt ist. [i]"Es liefert uns vielfältige Möglichkeiten, Sätze voller Tilgungen, Verzerrungen und Verallgemeinerungen zu bilden. Der Zuhörer findet die fehlenden Informationen in sich selbst und entwickelt so für das Gehörte eine eigene Bedeutung..."[/i] "...um so das Gegenüber mit seinen versteckten, da unbewussten Ressourcen seiner Persönlichkeit in Kontakt zu bringen." http://www. nlp-bibliothek.de/practitioner/p-06-08-vergleich-von-meta-modell-und-milton-modell.html Eine Reihe von Beispielen findet sich hier: http://www. nlp-ausbildung.de/nlp-coaching/milton_modell.htm Solche Muster können durchaus Wirkung erzielen und sogar eine "Trance" herbeiführen, jedoch setzen sie auch eine entsprechende Bereitschaft voraus. Und sie sind sicherlich auch legitim in Kontexten, in denen eine Person der anderen ermöglichen will, der Kommunikation teilweise eine eigene Bedeutung zu geben. So etwas hat dann kaum etwas in einer wissenschaftlichen Debatte verloren, wohl aber in einer Therapie. Im NLP gibt es zudem auch das Meta-Modell, das eine ziemlich exakte Umkehrung des Milton-Modells darstellt, siehe auch ersten Link. Dabei wird eine [i]Präzisierung[/i] und Vervollständigung der Sprache angestrebt. Dadurch soll beispielsweise Klienten geholfen werden, die ungünstige pauschale Aussagen machen. Bsp: "Die Leute hören mir einfach nicht zu." Hier könnte die Gegenfrage, die eine Präzisierung und Relativierung des pauschalen Urteils anstrebt, etwa lauten: "Welche Leute hören Dir nicht zuß Wenn Du was sagst? Wann?" Oder man nehme einmal das natürlich völlog auds der Luft gegriffene und absurde Beispiel, jemand würde während einer Diskussion sagen: "Alle Leute, die etwas Kritisches über mich sagen, sind nur neidisch!" Hier könnte man beispielsweise fragen: "Sind wirklich ALLE, die Dich kritisieren, neidisch? Worauf sind sie denn genau neidisch? Und woher weißt Du, daß sie wirklich neidisch sind?" Und man könnte auch hinzufügen: "Was bedeutet es für die Argumente, wenn jemand, sie ausspricht, der neidisch ist? Wären sie deswegen falsch?" Wie man hieran sieht, sind viel der "Formate" bzw. Techniken des nLPs eigentlich uralt. Denn die Beitte an den anderen, seine Aussagen klar und hineichend präzise zu formulieren und zu begründen, ist eine Selbstverständlichkeit für jede ernsthafte Diskussion. Leider werden solche DInge aber offenbar nicht in der Schule gelernt... Feedback würde mich interessieren, vor allem von NLPlern, die mehr über das Thema wissen als ich und sicher auch viel mehr sagen können. Denn wenn ich mich nur begrenzt mit etwas auskenne, versuche ich auch meine Urteile zu begrenzen; auch wenn es gewisse "Experten" gibt, die meinen, daß es gerade umgekehrt sein müsse. ;))
-
Hallo zusammen, hier habe ich, etwas zur Frage, was Hypnose ist, bzw. wie man sie definieren kann, aus meiner Sichtweise geschrieben. Falls Interesse besteht: https://hypnoseinfos.wordpress.com/2011/06/29/was-ist-hypnose/ LG Miraculus
-
Ich auch! :)
-
Glückwunsch!!
-
Alles Gute zum Geburtstag! B)
-
Auch von mir alles Gute....hae a good (Hypno)time!
-
Ja, Prag ist wunderschön!! Eine der schönsten Städte überhauppt, möchte ich meinen.
-
Dito dito dito dito! :)